Laborgeschichte
„1989 – das Jahr des tiefgreifendsten Umbruchs in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Ich war zu der Zeit seit acht Jahren Zahntechniker und auf dem besten Weg zum Zahntechnikermeister. Der politische Umbruch schürte Aufbruchstimmung, und als die Grenzen zwischen BRD und DDR geöffnet wurden, nahm ich mir vor, nach Abschluss meiner Meisterprüfung in den aus westlicher Sicht nun neuen Bundesländern ein Dentallabor zu gründen.
Ich begab mich auf die Suche nach einem geeigneten Standort, durchmaß über ein ganzes Jahr hinweg das neue Land kreuz und quer. Schließlich kamen nur zwei adäquate Regionen in Frage: die frischluftige Ostseeküste und der schöne, wildromantische Harz. Seit einiger Zeit lebte ich bereits in Göttingen, um dort die Meisterschule zu besuchen, und das machte die Entscheidung dann doch recht leicht: Da das Gute bekanntlich so nah liegt, bekam der Harz den Zuschlag.
In Wernigerode bot sich mir 1991 die Chance der Übernahme einer damals bereits existierenden kleinen Poliklinik am Oberpfarrkirchhof 14. Eine optimale Gelegenheit – obwohl: Ich war noch gar nicht fertig mit meiner Meisterschule. Trotzdem wagte ich den Sprung in die Selbstständigkeit.
Die folgenden Wochen waren hart: Zum einen musste ich eigenhändig die neuen Räumlichkeiten nach unseren Bedürfnissen umbauen, zum anderen kam die Meisterprüfung immer näher, und auch die wollte intensiv vorbereitet werden. Beides gelang – zum Glück!
Die Räume im Oberpfarrkirchhof boten einen angenehmen Rahmen, um unser Labor aufzubauen. Mit dem Aufbau ging jedoch auch ein immer weiter zunehmender Platzbedarf einher, so dass es uns nach sechs Jahren definitiv zu eng wurde. 1997 ergab sich die Möglichkeit, die von uns auch heute noch genutzten, großzügigeren Räumlichkeiten in der Burgstraße 4 zu beziehen. Sie bieten uns den Raum für die technische Ausrüstung, mit deren Hilfe wir für unsere Kunden Zahntechnik in höchster Qualität fertigen. Und mit ihrer hellen, freundlichen Ausstrahlung motivieren uns die Räumlichkeiten jeden Tag aufs neue, mit Freude an der Arbeit stets nur das beste Ergebnis zu liefern.“
Bernd Oeser, Geschäftsführer

